Im Winter sieht man sie wieder oft in großen Schwärmen am Himmel: Rabenvögel.
Was so manchem wie eine Filmszene aus Hitchcocks “Die Vögel” anmutet ist in Wahrheit so normal wie der Sonnenauf- und Untergang.
Der Rabenvogel an sich ist nicht nur sehr intelligent, sondern auch sehr gesellig. Er hält sich gerne in Gruppen auf, welche zwischen einem Dutzend bis hin zu über Tausend Individuen zählen können. Besonders im Winter schießen sich die Gruppen zu einem riesigem Schwarm von sogar mehreren tausend Tieren zusammen. Dabei spielt die “Unterart”, also Dohle, Raben- oder Saat-krähe keine Rolle. Es kommen – wie bei einem Klassentreffen – alle zusammen.
Dabei finden die Vögel aus vielen Orten / Stadtteilen zusammen, so dass tatsächlich mancherorts der Eindruck entsteht, der Rabenvogel sei verschwunden oder habe sich explosionsartig vermehrt.
Gemeinsam wird so nicht nur Nahrung gesucht, sondern auch der Schlafplatz angeflogen. Diese Orte haben nicht selten eine sehr lange Tradition bei den Vögeln, wie Veronika Huisman-Fiegen von der Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft e.V. (NWO) zu verstehen gibt. Die Tiere bevorzugen in der Regel die örtlich höchsten Stellen wie z.B. hohe Baumkronen, Überlandleitungen und Bauwerke. Der Zusammenhalt bietet in der Nacht einen besonders hohen Schutz und bevor der eigentliche Schlafplatz angeflogen wird, gibt es oft einige Zwischensammelplätze in der Nähe. Von diesen aus fliegt dann der gesamte Schwarm zum Schlafplatz.

Auch während der Brutzeit treffen sich die Rabenvögel um gemeinsam zu nächtigen, allerdings ist die Anzahl der Tiere meist geringer als im Winter. Während die nicht-territorialen Individuen meist früher eintreffen, gesellen sich die Brüter meist später im direktem Anflug paarweise dazu.
Oft sieht man sie wie hier am abendlichem Firmament ihre letzten Runden drehen. Der hier zu sehende Schwarm im nördlichen Krefeld umfasst Schätzungen zu Folge 1000-1400 Vögel.


